Systemische Therapie Seminare

„Gerät die Verantwortung erst einmal in die Mühlen des Hilfeplans, wird ES schwer.“

Hilfeplangespräche systemisch vorbereiten und führen

In allen einschlägigen Kommentaren zum SGB VIII lesen wir immer wieder: „Jugendhilfe ist in erster Linie Hilfe zur Selbsthilfe, damit die Betroffenen schnell selbst wieder die Erziehungsverantwortung übernehmen.“ (adaptiertes Selbstgespräch)

Gleichzeitig beobachten wir in Hilfeplanprozessen immer wieder, wie schnell „Verantwortungsspielchen“ passieren, in denen später keiner mehr so richtig die Verantwortung trägt und sich nicht direkt kommunizierte Verantwortlichkeiten ( Ich, Familien, §8a, Schule, Öffentlichkeit) einmischen.

Hilfeplanprozesse brauchen in erster Linie eine Verantwortungsgemeinschaft aller Beteiligten, die offen kommuniziert und vereinbart wird. Die systemischen Kommunikationstechniken und Grundhaltungen erlauben es, die Verantwortungsgemeinschaft herzustellen und zu moderieren.

Sie lernen Arbeitsweisen kennen, wie Sie die Verantwortungsgemeinschaft immer im Focus des Hilfeplanprozesses halten können und werden mit unserem institutsinternen Hilfsmaterial „Zielsuchprozess im Hilfeplanverfahren“ bekannt gemacht.

Unser Seminar bietet:

  • Wie gelingt es aus einer systemischen Grundhaltung der Allparteilichkeit Verantwortungs-gemeinschaft zu formen?
  • Wie hilft mir und dem Hilfesystem das Material „Zielsuchprozess im Hilfeplanverfahren“ die Verantwortungsgemeinschaft wertschätzend zu installieren?
  • Welche kommunikativen Möglichkeiten aus der systemischen Arbeit können nützlich angewendet werden, um in Hilfeplanprozessen Verantwortungsgemeinschaft zu erzeugen?

Zielgruppe: Jugendamtsmitarbeiter, Berater, Therapeuten, Sozialpädagogen, Sozialarbeiter, Mitarbeiter die mit Hilfe- oder Förderplänen arbeiten!!

Veranstaltungsort:
ISA-MV
Mecklenburgstraße 59
19053 Schwerin
Tel.: 0385 593743-0
Fax: 0385 593743-03

Termin:
03.09.2020

Zeit:
von 09:00 - 17:00 Uhr

Dozent:
Holger Lindig

Kosten:
95,00 €
(netto gleich brutto)

Teilnehmer:
min. 6
max. 12

„mit Meinen T(t)eilen und mit Deinen T(t)eilen sich mitteilen."

Teilekonzepte und Ego State in der systemischen Arbeit

Nicht erst nach dem Bestseller „Wer bin ich und wenn ja wie viele“ (Precht adaptiert von G.Schmidt) sprechen wir in der Arbeit mit den Persönlichkeiten unserer Klienten von besonderen Anteilen (Mustern) der Persönlichkeit die ihre jeweilige Auswirkung zeigen, entsprechend des Wirkkontextes.

Diesbezüglich haben mehrere Fachkollegen aus systemischen und hypnotherapeutischen Arbeitsfeldern verschiedene Ansätze kreiert, mit diesen Anteilen in verschiedenen Kontexten zu arbeiten. (Innere Team, Bewußt-Unbewußt, Ego State u.a.)

Die Teile zu finden und zu beschreiben ist schon nicht ganz so leicht, doch wie bekommen wir diese Teile in einen“ Mitteilungskontext“ der Aushandlung?

Wir möchte Sie in diesem Seminar mit diesen Konzepten vertraut machen und Ihnen kleine Arbeitsweisen und Interventionen anbieten, die Sie leicht in Ihr tägliches, systemisches Handwerkszeug mit integrieren können.

Unser Seminar bietet:

  • Wie lässt sich erklären, dass unsere Persönlichkeit aus verschiedenen Teilen besteht ohne gleich eine gespaltene Persönlichkeit (im psychiatrischen Sinne) daraus zu machen?
  • Wie lassen sich die Teile in uns und unseren Handlungsmustern identifizieren und für eine konstruktive Arbeit einladen?
  • Welche kommunikativen Möglichkeiten aus der systemischen Arbeit können nützlich angewendet werden, um mit den Teilen in eine konstruktive Mit-Teilung (Konferenz) zu gelangen?

Zielgruppe: systemische Berater, Therapeuten, Sozialpädagogen, Sozialarbeiter

Veranstaltungsort:
ISA-MV
Mecklenburgstraße 59
19053 Schwerin
Tel.: 0385 593743-0
Fax: 0385 593743-03

Termin:
22.09.2020

Zeit:
von 09:00 - 16:30 Uhr

Dozent:
Holger Lindig

Kosten:
95,00 €
(netto gleich brutto)

Teilnehmer:
min. 6
max. 12

Innere zu Äußeren Landkarten formen - und umgekehrt

(Systemische Arbeitsweise trifft auf Hypnotherapie)

Unser gesamtes Leben spielt sich insgesamt in Zeiten und Räumen mit einer bestimmten Energie ab. So nehmen wir es wahr und so rekonstruieren wir es in unserer Kommunikation oft als Landkarte des Lebens. Die Landkarte gab uns schon seit vielen tausend Jahren die Hilfe uns zu orientieren in verschiedenen komplexen Welten des Lebens. Die Atlanten des Lebens veränderten im Laufe der Zeit immer wieder ihre Struktur und wurden rückwirkend den neuen Erkenntnissen und Ein-sichten angepasst. In der modernen Zeit verlassen wir uns immer häufiger auf GPS und auf mobile Router, die uns scheinbar den richtig richtigen Weg vorhersagen, was zu einer Vernachlässigung unserer Intuition führte. Intuitiv folgten wir Menschen unseren inneren Landkarten und oftmals in immer gleiche (negativ wirkende) Vermusterungslandschaften und doch führte uns diese Intuition immer wieder hin zum Weg. Neue unbekannte Landschaften machen oft Angst und wir gehen diese neuen Wege mit sehr viel Misstrauen, wie gut wäre dabei ein eigenes vertrauenswürdiges Navigationssystem (Namens Intuition). Wir wollen zeigen, dass es mit der persönlichen Intuition gelingen kann, innere Landkarten des Lebens in Äußere zu transponieren und umgekehrt eigene äußere Landkarten als Orientierungshilfe für das innere Vermustern zu nutzen. Somit gestalten wir unser eigenes vertrauenswürdiges Navigationssystem.

Unser Seminar bietet Ihnen:

  • Methodische Grundlagen aus hypno-systemischer Sicht zur Arbeit mit inneren und äußeren Landkarten
  • Wie kann ich innere Landkarten externalisieren und als systemisches Hilfsmittel nutzen?
  • Wie kann ich die Schätze, die in der Zeit an verschiedenen Orten irgendwann hinterlegt, vergraben, verloren oder bewusst versteckt wurden, wieder finden und nutzen?
  • Natürlich werden wir auf Ihre Fragen gern orientierende Antworten suchen und finden!

Zielgruppe: Sozialpädagogen, Erzieher, systemische Berater/Therapeuten, Sozialpädagogen, Sozialarbeiter wenn möglich mit systemischer Vorerfahrung

Veranstaltungsort:
ISA – MV GmbH
Mecklenburgstraße 59
19053 Schwerin
Tel.: 0385 593743-0
Fax: 0385 593743-03

Termin:
09.10.2020
und
10.10.2020

Zeit:
von 09:00 - 17:00 Uhr

Dozent:
Holger Lindig

Kosten:
190,00 €
(netto gleich brutto)

Teilnehmer:
min. 6
max. 12

Was kann schief gehen? Wie dann weiter?

Systemische Selbstsupervision in schwierigen Situationen der systemischen Handlungsfelder

In unserer alltäglichen Arbeit mit systemischer Haltung, vielen Fragen und Interventionswerkzeugen geraten wir immer wieder mal in schwierige Situationen. Manchmal sind uns diese Situationen bewusst, wohl bekannt und trotzdem geraten wir in die „Falle“. Andere Male kommen neue unerwartete Situationen zu mir, bei denen ich glaube, den Beruf verwechselt zu haben und mich hilflos fühle. Dann hilft manchmal eine zeitnahe Supervision oder ein Gespräch mit einem systemischen Kollegen diese schwierigen Situationen zu bewältigen. Aber, wenn nicht!

Einerseits haben solche Situationen oft etwas mit unseren eigenen inneren Mustern des früheren Erlebens und deren Umgang zu tun. Andererseits können uns Auftragssituationen verwirren, weil uns der Überblick abhanden gekommen ist. Oder es treten Situationen auf, die mir bisher wirklich fremd und scheinbar unmöglich erscheinen, wo mein Handwerkszeug nicht auszureichen scheint. Was dann?????

Unser Seminar bietet Ihnen:

  • Nochmaliges bewusst werden der eigenen inneren Anteile in einer schwierigen Situation, welche sich kontraproduktiv in den Beratungsprozess vordrängeln!
  • Umgang mit diesen besonderen Anteilen, die ein besonderes Bedürfnis verkörpern bzw. neu ermöglichen.
  • Schauen, wie ich mich mit meiner Grundhaltung aus schwierigen Situationen selbst retten kann, auch wenn mein Handwerkszeug nicht ausreichen sollte.
  • Selbstsupervision durch den Klienten anwenden lernen

Zielgruppe: Sozialpädagogen, Erzieher, systemische Berater/Therapeuten, Sozialpädagogen, Sozialarbeiter wenn möglich mit systemischer Vorerfahrun

Veranstaltungsort:
ISA-MV GmbH
Mecklenburgstraße 59
19053 Schwerin
Tel.: 0385 593743-0
Fax: 0385 593743-03

Termin:
27.10.2020
oder
28.10.2020

Zeit:
von 09:00 - 16:30 Uhr

Dozent:
Holger Lindig

Kosten:
190,00 €
(netto gleich brutto)

Teilnehmer:
min. 6
max. 12

Süchtiges Medien-Konsum-Verhalten im stationären Jugendhilfekontext

So schnell hat es noch keine Störung in das Manual der WHO (Weltgesundheitsorganisation) geschafft: nicht einmal zwanzig Jahre wird das Phänomen der suchtartigen Nutzung digitaler Medien beobachtet. Eine Vielzahl von Studien untersuchte die verschiedenen Aspekte. Eine Reihe von Behandlungs- und Präventionsansätzen wurden entwickelt.

In diesem Seminar wollen wir die Anzeichen exzessiver und abhängiger Mediennutzung diskutieren und nach einem kurzen Einblick in virtuelle Spielwelten und die Dynamik medialer Gewohnheiten über Unterstützungskonzepte nachdenken.  

Eltern zeigen sich häufig sehr hilflos im kommunikativen Umgang mit ihren Kindern/Jugendlichen bezüglich der Nutzung digitaler Medien. Vielleicht bietet die Anerkennung der Computerspielstörung hier neue Chancen für die Helfer, auch mit Eltern ins Gespräch zu kommen.

Folgende Fragen wollen wir in diesem Seminar besprechen:

  • Welche Konsequenzen könnte die Aufnahme der Computerspielstörung ins ICD-11 für die Arbeit mit Jugendlichen haben?
  • Auf welche Weise könnte in der Jugendhilfe und in der Schule davon profitiert werden?
  • Wie lassen sich Eltern entspannt für das Thema gewinnen?
  • Worüber sollte erst einmal nicht mit Eltern gesprochen werden, die ihre Kinder als internetabhängig beschreiben?

Lit.: Scholz, D. (2016): #Familie – entspannter Umgang mit digitalen Medien (Carl Auer)

Zielgruppe:    ErzieherInnen, LehrerInnen, Sozialpädagogen, SuchtBerater

Veranstaltungsort:
ISA-MV GmbH
Mecklenburgstraße 59
19053 Schwerin
Tel.: 0385 593743-0
Fax: 0385 593743-03

Termin:
18.11.2020

Zeit:
von 09:00 - 16:30 Uhr

Dozent:
Detlef Scholz

Kosten:
95,00 €
(netto gleich brutto)

Teilnehmer:
min. 6
max. 12